Beratung und Hilfe in der Coronakrise

Die Corona-Pandemie wirkt sich auf alle Lebenslagen aus - das spüren nun auch die Unternehmen. Momentan ist die Lage teilweise sehr unübersichtlich. Unsere Berater helfen und klären über mögliche Unterstützungsleistungen und Fördermittel auf.

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Hilfen in der Corona-Krise

Die aktuelle Corona-Krise trifft nahezu alle Wirtschaftszweige. Das gesellschaftliche Leben ist auf ein notwendiges Minimum reduziert. Für Unternehmer bedeutet dies Ausnahmezustand. Momentan ist die Lage zu Hilfen sehr unübersichtlich und variiert stark nach Bundesland, Branche und Ursache der Schieflage.

Wir versuchen Ihnen in dieser schwierigen Zeit bestmöglich Informationen zu Fördermitteln und Hilfeleistungen zu geben.

Bitte geben Sie unbedingt Ihre Telefonnummer und Ihre Postleitzahl an, damit wir helfen können.

Hier bekommen Sie Hilfe

Hier erhalten Sie eine Übersicht über Anlaufstellen und Hilfeleistungen, welche Sie in Abhängigkeit von Ihrer jeweiligen Situation beantragen können. Diese Auflistung versteht sich als Grobübersicht und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Etwaige Abweichungen aufgrund von spezifischen Landesregelungen und Änderungen sind stets möglich. Eine Haftung schließen wir aus.

Stand: 20.03.2020

Liegt eine Zwangsschließung vor?

In den letzten Tagen haben die Bundesländer zeitlich leicht versetzt nach und nach immer mehr Unternehmen die Tätigkeit untersagt. In diesem Fall, wenn ein Tätigkeitsverbot ausgesprochen worden ist, können Sie einen Antrag auf Entschädigung nach §56 Infektionsschutzgesetz stellen. Die Anträge haben wir je nach Bundesland aufgegliedert.

 

Baden-WürttembergZuständig sind die jeweiligen Gesundheitsämter
Suche: https://tools.rki.de/PLZTool/
Bayern

[ PDF ] Antrag auf Entschädigung nach Infektionsschutzgesetz

Berlin

[ PDF ] Antrag auf Entschädigung nach Infektionsschutzgesetz
Ihren Antrag mit den notwendigen Unterlagen schicken Sie bitte ausschließlich per E-Mail an: Entschaedigung@senfin.berlin.de.

Brandenburg[ PDF ] Anfrag auf Entschädigung nach Infektionsschutzgesetz
BremenOrdnungsamt (für Bremen)
Stresemannstraße 48
28207 Bremen

Sonderzuständigkeit für den Hafenbereich:
Hansestadt Bremisches Hafenamt
Überseetor 20
28217 Bremen
HessenZuständig sind die jeweiligen Gesundheitsämter
Suche: https://tools.rki.de/PLZTool/
HamburgZuständig sind die jeweiligen Bezirksämter
Hotline für Hamburg zum Coronavirus:
Telefon: 040 428 284 000

Sonderzuständigkeit für den Hafenbereich und am Flughafen:
Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz
Billstraße 80
20539 Hamburg
Mecklemburg-Vorpommern[ PDF ] https://www.lagus.mv-regierung.de/serviceassistent/download?id=1582758
NiedersachsenZuständig sind die jeweiligen Gesundheitsämter
Suche: https://tools.rki.de/PLZTool/
Nordrhein-Westfalen[ Website ] LVR - Qualität für Menschen | Erklärungen und Vorlagen
Rheinland-Pfalz[ PDF ] Antrag auf Erstattung des Verdienstausfalls nach § 56 IfSG
Saarland[ PDF ] Antrag auf Erstattung nach Infektionsschutzgesetz
Sachsen[ PDF ] Antrag auf Entschädigung nach Infektionsschutzgesetz
Sachsen-Anhalt[ PDF ] Antrag auf Verdienstausfallentschädigung
Schleswig-Holstein[ PDF ] Antrag auf Verdienstausfallentschädigung nach §§65 ff. Infektionsschutzgesetz
Thüringen[ formloser Antrag ] Informationen unter thueringen.de

 

Für Eltern: Entschädigung wegen Verdienstausfall

Durch die Schließung von Schulen und Kindergärten können Eltern häufig Ihrer Selbständigkeit nicht mehr in vollem Umfang nachgehen. Ein Verdienstausfall ist die Folge. Für diesen Verdienstausfall können Selbständige nun auch eine Entschädigung beantragen. Zuständig sind hier in aller Regel die Länder, konkret die Behörden, welche auch für die Erstattungen nach Infektionsschutzgesetz zuständig sind..

Anspruchsberechtigt sind konkret Sorgeberechtigte von Kindern, die das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die nicht auf eine "zumutbare Betreuungsmöglichkeit" zurückgreifen oder aber eine Notbetreuung inanspruch nehmen können.

Haben Sie Mitarbeiter?

Auf für Ihre Mitarbeiter ist diese Situation schwer. Neben den bereits bekannten Themen, wie Home-Office oder aber auch Überstundenabbau besteht aber auch die Möglichkeit Kurzarbeit zu beantragen.

[PDF] Antrag auf Kurzarbeit

Weitere Informationen zur Beantragung als auch zu den Vorraussetzungen und zur Beantragung finden Sie auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit.

Ist Ihre Liquidität erschöpft?

Auch während der Corona-Pandemie laufen unterschiedliche Verbindlichkeiten weiter, welche die Finanzreserven der Unternehmen schöpfen. Hier helfen sogenannte Liquiditätsdarlehen, welche über Ihre jeweilige Hausbank bei KFW oder Landesbanken beantragt werden können. Auch Bürgschaftsbanken können hier ein Ansprechpartner sein.

Hierzu empfiehlt sich folgender Handlungsablauf:

  • Ermittlung des benötigten Kapitals (Liquiditätsbedarf)
    • Hierzu sollte bei Unklarkeiten ein Berater herangezogen werden
  • Vorbreitung der für die Beantragung notwendigen Unterlagen
    1. Jahresabschluss 2018
    2. Jahresabschluss 2019 (vorläufig), BWA 2019 inkl. Summen und Saldenliste
    3. Rentabilitätsplanung für die nächsten 3 Jahre
    4. vorläufige Liquiditätsplanung für dieses Jahr
  • Bespräche führen
    1. Mit dem Bankberater (geht auch telefonisch oder online)
    2. Mit Fördermittel- oder Finanzierungsberatern
    3. Mit der Förderbank
  • Finanzmittel beantragen
    1. bei der Hausbank, gesichert durch die Bürgschaftsbank (siehe weiter unten)

[ Website ] Die Deutschen Bürgschaftsbanken

[ Website ] Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Die Bearbeitungszeit bei KfW Anträgen beläuft sich nach aktueller Aussage auf ca. 6 Wochen. Natürlich ist durch das massive Antragsaufkommen im Zuge der Corona-Pandemie auch von deutlich längeren Zeiträumen auszugehen. Sollte der von Ihnen erwartete Liquiditätsengpass eher entstehen, nutzen Sie bitte parallel den Antrag über die Bürgschaftsbank (90%ige Haftungsfreistellung möglich), in Kombination mit einer Kontokorrentlinie der Hausbank, wären diese Mittel schnell für Sie verfübar. Die Kontokorrektlinie wird mit Vergabe des Liquiditätsdarlehens der KfW wieder getilgt.

Sollten Sie Hilfe bei den Anträgen benötigen, verwenden Sie bitte das Formular am Anfang der Website.

Welche Soforthilfen gibt es?

Durch den Bund wurde am 23.03.2020 ein "Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbständige" - Programm angekündigt. Dies kann jedoch noch nicht beantragt werden.

Unterdessen haben die meisten Bundesländer Soforthilfeprogramme für die Klein-und Mittelständler aufgelegt.

 ProgrammnameWebsite
Baden-WürttembergSoforthilfe CoronaMinisterium für Wirtschaft und Arbeit BW
Programm ab 25.03.2020
BayernSoforthilfe CoronaBayrisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie
Berlin IBB (Invesitionsbank Berlin Brandenburg)
Brandenburg ILB (Invesitionsbank des Landes Brandenburg)
Programm ab 25.03.2020
BremenCorona-SoforthilfeBAB
Hessen in Arbeit
Hamburg in Arbeit vgl. hamburg.de vom 19.03.2020
Mecklemburg-Vorpommern aktuell noch keine bekannt (23.03.2020)
Niedersachsen in Planung (vorraussichtlich am 25.03.2020 verfügbar)
Nordrhein-Westfalen 

Soforthilfe für Unternehmen ist in Planung (wirtschaft.nrw)

[ PDF ] Soforthilfe für Künster ist verfügbar

Rheinland-Pfalz  
Saarland  
SachsenSachsen hilft sofortSächsische Aufbaubank
Sachsen-AnhaltSoforthilfen für KünstlerInnen und SchriftstellerInnenLandesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein  
ThüringenSoforthilfeprogramm Corona 2020Thüringer Aufbaubank

 

Ist eine Unterhaltssicherung notwendig?

Wenn Sie durch Auftragsausfälle oder Rückgang drastische Gewinnverluste hinnehmen müssen, ist auf kurze oder lange Sicht auch die Zahlung der für den Lebensunterhalt notwendigen Posten gefährdet. In diesem Fall können Sie beim Jobcenter einen Antrag auf ALG II stellen .

[ Website ] Antrag auf ALG II

Bitte beachten Sie, dass Sie neben dem Hauptantrag noch die Anlagen mit einreichen müssen. Bitte lesen Sie hier auch die Hinweise für Selbständige ebenfalls auf dieser Seite. Entscheidend ist immer der Antragseingang, Wenn möglich werfen Sie den Antrag selbst in den Hausbriefkasten oder verwenden Sie zur Übermittlung den eService.

Arbeiten Sie weniger als 15 Stunden in der Woche?

Wenn Sie nun weniger als 15 Stunden in der Woche tätig sind, können Sie Ihr Unternehmen übergangsweise in einen Nebenerwerb umwandeln und sich dann bei dem für Sie zuständigem Sozialträger (wer noch ALG 1 Anspruch hat wendet sich an die Agentur für Arbeit, sonst an das örtliche Jobcenter (siehe vorheriger Punkt)) als arbeitssuchend melden. Durch den Nebenerwerb ist es dann möglich bei Renten- und Krankenversicherungen eine Neueinstufung aufgrund der geänderten Einkommenssituation zu beantragen.

Für die Meldung bei der Agentur für Arbeit ist vorher eine Registrierung notwendig. Sie werden durch den Prozess geleitet.

Erwarten Sie deutliche Gewinneinbußen?

Sollten Sie bereits jetzt absehen können, dass Sie aufgrund der Corona-Pandemie stark von Gewinnverlusten betroffen sein werden, können Sie bei Ihrem zuständigem Finanzamt um die Herabsetzung der Vorauszahlungen bitten. Das Finanzamt informiert dann, bei positivem Entscheid, auch das Gewerbeamt, wenn Sie Gewerbetreibender sind.

Sollten noch offene Zahlungen beim Finanzamt ausstehen, kann man auch bei diesen um Stundung bitten. Auch so verschaffen Sie sich Liquiditätspuffer.

[ PDF ] Vorlage Antrag auf Steuererleichterung

Gibt es Notkredite?
Es normalisiert sich - was jetzt?

Sobald eine Normalisierung eines Geschäftsalltages wieder möglich erscheint, können Sie Ihre Geschäftstätigkeit auch wieder in Angriff nehmen. Je nachdem, welche Förderinstrumente Sie aus den oben genannten Möglichkeiten gewählt haben, ist das Vorgehen unterschiedlich.

Haben Sie sich zwischenzeitlich arbeitssuchend gemeldet (Meldung bei der Agentur für Arbeit oder aber auch beim Jobcenter), können Sie nun einen sogenannten AVGS (Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein zur Heranführung an die Selbständige Tätigkeit) beantragen.

Bitte kontaktieren Sie uns damit wir genaueres besprechen können.